FISHseq schafft den Sprung in die Diagnostik

Mit der Veröffentlichung des Fachartikels „FISHseq in Endocarditis Diagnostics – Bridging Clinical Microbiology and Pathology“ im Journal Trillium Pathology machen wir einen bedeutenden Fortschritt für die moderne Infektionsdiagnostik sichtbar. Die Publikation zeigt, wie der Transfer der FISHseq-Technologie aus der Forschung in die klinische Routine gelingt und welchen Mehrwert interdisziplinäre Zusammenarbeit und digitale Innovationen bieten. Grundlage sind die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Verbundprojekte iSOLID und FIELD, an denen wir gemeinsam mit Partnern wie dem Universitätsklinikum Leipzig, MoKi Analytics sowie NEXUS / CHILI beteiligt waren.

Im Fokus steht die Diagnostik der infektiösen Endokarditis, einer lebensbedrohlichen Erkrankung, bei der die schnelle Identifikation des Erregers entscheidend ist. Klassische mikrobiologische Verfahren stoßen hier häufig an ihre Grenzen. Mit FISHseq kombinieren wir Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung mit DNA-Sequenzierung und ermöglichen so die direkte Identifikation von Mikroorganismen im Gewebe sowie zusätzliche Einblicke in deren räumliche Organisation, etwa in Biofilmen. Ergänzt wird dies durch standardisierte Prozesse und digitale Workflows, die eine durchgängige und qualitätsgesicherte Diagnostik unterstützen.

Innerhalb der Projekte verantworten wir die Entwicklung zentraler digitaler Lösungen für den diagnostischen Workflow, darunter ein spezialisiertes Laborinformationssystem und ein multimodales FISH-PACS zur Bildanalyse. Unser Ziel ist es, Prozesse zu automatisieren, Fehler zu reduzieren und die Nachvollziehbarkeit sicherzustellen. Die erfolgreiche Akkreditierung nach DIN EN ISO 15189 sowie die Integration in internationale Leitlinien unterstreichen die Relevanz von FISHseq und unseren Beitrag zur Weiterentwicklung datengetriebener Diagnostik in der klinischen Praxis.

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